Offpage-Optimierung – die Kunst des Linkbuildings

Lesedauer: 4 Minuten

Die Möglichkeiten, Ihre Website für Suchmaschinen zu optimieren sind vielfältig. Hier ist die Onpage-Optimierung ein gängiger Begriff. Doch auch Offpage-Optimierungsmaßnahmen helfen dabei Ihrer Website in Suchmaschinen ein möglichst hohes Ranking zu verschaffen. Was man unter dem Begriff Offpage-Optimierung versteht und wie diese funktioniert erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Was ist Offpage-Optimierung?

Kurz gesagt beinhaltet die Offpage-Optimierung alle Maßnahmen zur Verbesserung Ihres Suchmaschinen-Rankings, die außerhalb Ihrer eigenen Website stattfinden. Der Zentrale Aspekt der Offpage-Optimierung ist die Implementierung von Links auf externen Websites. Diese sogenannten Backlinks sind wichtige Rankingfaktoren in der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sie zeigen, dass Menschen auf Ihre Website verweisen und ihr vertrauen. Analysen zeigten, dass das erste Ergebnis auf den Search Engine Result Page (SERP) im Durchschnitt 3,8-mal mehr Backlinks aufweist, als die Resultate zwei bis zehn. Weiters erscheint es als sehr wichtig, dass die Backlinks von verschiedenen Websites kommen. 

Aber neben dem Linkbuilding gibt es auch noch weitere Offpage-Optimierungsmaßnahmen wie beispielsweise Soziale Netzwerke oder Pressearbeit (Digital PR), die wesentlich zur Optimierung beitragen. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Offpage-Maßnahmen für Google abgenommen. Der Stellenwert des Links als Empfehlungssignal ist stets ein relevanter Faktor im Algorithmus der Suchmaschine. 

Was ist der Unterschied zwischen On- und Offpage-Optimierung?

Offpage-Maßnahmen beziehen sich, wie im vorherigen Abschnitt erläutert, auf Aktionen zur SEO, die abseits der eigenen Webpräsenz stattfinden. Onpage-Optimierung findet direkt auf Ihrer Website statt. Dabei geht es hauptsächlich darum, dass Ihre Website für Crawler gut lesbar ist. Weiters sollte die Website die richtigen relevanten Keywords enthalten, um ein gutes Ranking zu erzielen. Eine hohe Geschwindigkeit beim Laden der Website trägt genauso zur SEO bei, wie eine einfache Navigation und gute interne Verlinkung. 

Knackpunkt ist, dass für ein gutes Ranking und nachhaltige SEO beide Arten von Optimierungen durchgeführt werden sollten. Wird beispielsweise über Social Media Werbung für Ihre Website gemacht, aber diese ist nicht onpage-optimiert, geht der positive Effekt für Ihr Ranking verloren. Die richtige Mischung beider Maßnahmen führt längerfristig zum Ziel eines Top-Rankings. Zudem macht es nur Sinn, den Aufwand, der in Onpage-Maßnahmen geflossen ist, nicht durch fehlende Offpage-Optimierungen verpuffen zu lassen und umgekehrt.

Backlinks und ihr Linkjuice

Was ist nun genau ein Backlink? Ein Backlink verlinkt Ihre Website von einer externen Website. Diese Art der Verlinkung zeigt Google, dass Ihre Website Relevanz besitzt. Je mehr hochwertige und gute Backlinks auf Ihre Website verlinken, desto positiver wird es sich auf Ihr Ranking auswirken. Was einen hochwertigen Backlink ausmacht ist noch nicht genau bekannt. Folgende Annahmen über relevante Faktoren wurden bisher getroffen:

Was macht einen guten Link aus | Quelle: https://ahrefs.com/blog/link-building/
  • Authority: sagt vorher, wie gut eine Website auf den SERPs platziert wird
  • Relevance: Backlinks von Seiten mit ähnlichem Thema haben mehr Relevanz
  • Anchor Text: ist ein klickbares Textelement zur Weiterleitung auf eine andere Website
  • Follow vs. Nofollow: Linkattribute, um eine oder keine Stimme für die abgebende Seite zu geben
  • Placement: auf der Seite bestimmt die Autorität, die vom Link übertragen wird
  • Destination: Homepage, Linkable Asset oder Seite, die in Google gut gerankt werden soll

Linkjuice ist ein Begriff, um die Eigenschaften zu bezeichnen, die ein Backlink auf eine andere Website überträgt und diese damit stärkt. Zu diesen Eigenschaften zählen unter anderem der PageRank, der verlinkte Text und der TrustRank.

Linkbuilding done right

Um Linkbuilding durchzuführen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zu den gängigsten Methoden zählen folgende:

  • Add: Hier setzt man selbst und direkt Links auf Websites, die zur eigenen Website verlinken. Google bewertet diese Art von Backlinks mit niedrigerer Qualität. Sie kommen oft als Linkpartnerschaften, Kommentaren in Blogs, Posts in Foren oder Webkatalogen vor.
  • Ask: Setzt man Links nicht direkt selbst, kann man auch nach Backlinks fragen. Dazu ist ein plausibler Grund vonnöten, der Betreiber*innen externer Websites überzeugt, auf Ihre Seite zu verlinken, beispielsweise als Gast-Blogger*innen. Weiters bietet sich die Möglichkeit die Skyscraper Technique einzusetzen. Dabei wird ein Inhalt identifiziert, der Backlinks aufweist. Der verlinkte Inhalt wird von Ihnen verbessert und anschließend durch Ihren ersetzt. 
  • Buy: Diese Option ist generell nicht zu empfehlen. Oftmals wird hier ein großer Betrag an Geld für schlechte Links ausgegeben und keine Verbesserung im Ranking erzielt. Im Worst Case erhalten Sie dafür dann auch noch eine Strafe.
  • Earn: Links verdienen Sie sich, wenn Sie auf externen Seiten verlinkt werden, ohne danach fragen zu müssen. Dazu muss Ihre Website bzw. deren Inhalte etwas bieten, das für andere Website-Betreiber unbedingt erwähnenswert ist. Einen solchen Köder kann man etwa beim Linkbaiting auswerfen. Es können aber auch interessante Studien, Grafiken oder Umfragen sein, die die Aufmerksamkeit auf Ihre Seite ziehen.

Achtung vor Linkbuilding-Fehlern und damit verbundenen Strafen

Beachten Sie, dass gewisse Fehler beim Linkbuilding teils drastische Strafen nach sich ziehen können und Auswirkungen auf Ihr Ranking haben. Dazu zählt beispielsweise das Kaufen von Backlinks oder Linktausch. Die Strafen können manuell durch Google-Mitarbeiter*innen oder algorithmisch verhängt werden. Zu den gängigsten Strafen zählen:

  • Delisting: alle indexierten Seiten einer Domain werden aus dem Index entfernt
  • Site-Deranking: künstliches Herabsetzen des Rankings
  • Keyword-Deranking: Herabsetzen des Rankings nur für ein Keyword
  • Keyword-Cluster-Deranking: Herabsetzen des Rankings für einen Keyword-Cluster

Die Rolle von Social Media in der Offpage Optimierung

Neben der Bildung von Links bekommen auch Soziale Netzwerke eine wichtige Rolle in der Offpage-Optimierung. Soziale Medien helfen Menschen, Ihr Unternehmen online zu finden und sich mit ihm zu beschäftigen, und helfen Ihnen, neue und bestehende Kund*innen zu erreichen. Social Signals sind kein direkter Ranking-Faktor. Dennoch fungieren Social Networks in gewisser Weise als Suchmaschinen und Entdeckungsplattformen, die immer neue Besucher*innen anlocken können.

Weitere Möglichkeiten der Offpage Optimierung

Digitale PR in Form von Presseportalen ist eine weitere Möglichkeit, viele Links mit hoher Autorität zu generieren. PR-Taktiken können angewandt werden, um außergewöhnliche Geschichten zu erzählen und dabei auch verlinkbare Assets zu fördern. Weiters können dadurch auch Ihre Markenbekanntheit und das Vertrauen in Ihre Kompetenz gesteigert werden. Auch Newsletter, die heutzutage in der Regel im Web archiviert werden, können wertvolle Verweise für Ihre Website enthalten. Weiters sind Social-Bookmarking-Websites ideale Plattformen, um Ihre Website zu bewerben. Wenn Sie Ihre Webseite oder Ihren Blogbeitrag auf beliebten Social-Bookmarking-Websites bookmarken, erhalten Sie einen hohen Traffic auf Ihre Webseite oder Ihren Blog.

Quellen

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Andreas Schwarz

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