Erfolgreiches Performance Marketing – so geht’s!

Sie möchten Ihre Zielgruppe erreichen und wissen nicht wie? Performance Marketing könnte die Antwort sein. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Performance Marketing wissen müssen, von der Definition und den Merkmalen bis hin zu den Vor- und Nachteilen. Außerdem erfahren Sie mehr über die verschiedenen Performance-Marketing-Strategien und über die Zukunft von Performance Marketing.
Lesedauer: 10 Minuten
Performance Marketing
Quelle: Pixabay

Zusammenfassung

Performance Marketing ist eine datenorientierte Marketing-Maßnahme, mit der die Marketingaktivitäten messbar, optimierbar und modular gemacht werden. Gängige  Performance Marketing Aktivitäten sind SEM, Display Advertising, E-Mail-Marketing, Affiliate Marketing, Social Media Marketing. Nach der Durchführung einer Kampagne sollte das Controlling und Optimierung nicht fehlen. Anhand einer Performance Marketing Strategie eines Onlineshops erfährt man, wie in der Praxis eine Strategie durchgeführt wird.

Was ist Performance Marketing? 

Performance Marketing ist ein Teilbereich des Online-Marketings. Darunter versteht man Marketingmaßnahmen, die beim Kunden eine messbare Reaktion hervorrufen. Diese Handlung kann z.B. der Klick auf ein Werbebanner sein, der Kauf eines Produkts oder die Registrierung auf einer Internetseite. Der Kunde soll möglichst individuell angesprochen werden. Die Mittel, mit denen das geschieht, sollten möglichst miteinander vernetzt sein. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, zu messen, welche Werbemaßnahmen erfolgreich sind und welche nicht. Ihr Budget wird effektiv eingesetzt und Sie können sicherstellen, dass ihre Werbung die gewünschte Wirkung erzielt.

Merkmale im Performance Marketing

Performance Marketing zeichnet sich im Besonderen durch die drei folgenden Merkmale aus:

Messbarkeit 

Performance Marketing ist messbar. Man kann sehen, welche Werbemaßnahmen erfolgreich sind und welche nicht, im Gegensatz zum klassischen Marketing können Unternehmen ihre Marketingausgaben effektiv steuern und jegliche Reaktionen und Transaktionen der Zielgruppe eindeutig und zeitnah erfassen. Dies kann dann funktionieren, wenn das Verhalten der Seitenbesucher während des gesamten Aufenthalts lückenlos beobachtet wird.

Optimierbarkeit

Marketing Kampagnen bestehen aus einer Vielzahl von Anzeigentexten, verschiedenen Werbemitteln, Klickangeboten und Budgets. Beim Performance Marketing können bei der Veränderung von verschiedenen Parametern die Auswirkungen auf die Performance sofort gemessen werden. Das Werbemittel  kann somit auf die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden. Somit wird eine nahezu perfekte Ausrichtung der Werbemittel an die Bedürfnisse und Reaktionen der Zielgruppe erreicht. Die klassische Marketingplanung ist oftmals aufwändig und teuer. Die Erfolgskontrolle erfolgt nach Abschluss der gesamten Kampagne. Diese Vorgehensweise ist risikobehaftet, da sich die Bedürfnisse der Zielgruppe in dieser Zeit stark verändern können. Performance Marketing ermöglicht eine kontinuierliche Überprüfung der Erfolgsfaktoren und eine sofortige Anpassung der Maßnahmen.

Modularität

Um die Kampagne jederzeit anpassen zu können, muss eine Performance-Marketing-Strategie aus zahlreichen kleinen Budgetmodulen bestehen. Der große Vorteil: Jedes dieser Budgetmodule lässt sich unabhängig von den anderen analysieren und beurteilen. Damit stellen Sie mühelos fest, in welches Modul sich eine Investition lohnt. Wenn die einzelnen Module miteinander verglichen werden erkennt man außerdem, welche davon eine niedrige Effizienz haben und entsprechend angepasst werden müssen.

Ziele im Performance Marketing

Wie bei jeder anderen Marketingdisziplin spielt beim Performance Marketing die konkrete Zielsetzung eine enorm wichtige Rolle. Wenn die Performance-Ziele definiert sind, ist es möglich, diese effektiv zu messen. Auf diese Weise kann der Erfolg einer Kampagne zu bestimmen beziehungsweise nachvollziehen zu können.

Bei der Definition der Ziele ist es ratsam, sich an den bekannten SMART-Kriterien zu orientieren. Diese lauten: S = Specific (spezifisch), M = Measurable (messbar), A = Attainable (erreichbar), R= Relevant (relevant) und T= Timely/Time-bound (zeitlich begrenzt).

Als Basis sollten in erster Linie übergeordnete Marketing- und Unternehmensziele dienen. Diese konkurrieren und ergänzen sich teilweise. Ziele können sich auf die Wirkung einer Kampagne, den Umsatz oder das Kundenbindungsverhalten beziehen. Die genaue Ausrichtung der Performance-Ziele sollte vom jeweiligen Unternehmen/von der jeweiligen Branche und von dem Kommunikationsziel abhängig gemacht werden.

Viele Performance-Marketing-Kampagnen sind stark auf Umsatz und Vertrieb ausgerichtet, was den Blick auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche dieser Onlinemarketing-Disziplin zu Unrecht verengt. Im Rahmen eines Pre-Sales, wenn der Kontakt zum Kunden gerade erst geknüpft wird, oder eines After-Sales (Verkaufsfolge-Marketing) kann Performance-Marketing ein wirkungsvolles Instrument darstellen.

Um die Erreichung von Marketing-Maßnahmen auszuwerten, greifen Business-Inhaber auf verschiedene Key Performance Indicators (KPIs) zurück. Diese definieren vor allem Erfolge im Ausbau der Reichweite sowie der Steigerung der Interaktion und der Kaufabschlüsse. Es gibt viele verschiedene Arten von KPIs. Folgend stellen wir Ihnen die wichtigsten vor:

KPIs für Reichweite

Kennzahlen für die Reichweite zeigen, ob Unternehmen mehr User mit ihrem Angebot erreichen konnten. Vor allem Kennzahlen auf SEO bezogen oder für Push-Kanäle wie Display-Advertising sind relevant. Sie verraten beispielsweise,

  • mit wie vielen URLs ein Unternehmen in den Top 10 von Google steht,
  • wie hoch das Suchvolumen bei Google für das eigene Angebot ausfällt und
  • wie viele Aufrufe hochgeladene Videos bei Google haben.

KPIs für Interaktion

Eine Interaktion bezeichnet einen qualifizierten und hochwertigen Kontakt aus der Zielgruppe. Relevante Kennzahlen sind beispielsweise

  • die Anzahl von Videoaufrufen auf einer Landing Page,
  • Visits über zwei Minuten auf einer Website und
  • Downloads von White Papers, E-Books etc.

KPIs für Kaufabschlüsse

Transaktionsbezogene Kennzahlen identifizieren die finale Wirkung von Marketing-Maßnahmen. Sie decken auf, wie die Performance einer Kampagne ausfällt und somit, wie viel Umsatz diese eingebracht hat. Relevante KPIs sind zum Beispiel

  • Aufträge,
  • Buchungen,
  • Bestellungen und
  • generierter Umsatz.

Damit man einen besseren Einblick für die Definition von Zielen im Performance Marketing bekommt, stellen wirr drei Beispiele einer gelungenen Zieldefinition vor:

  • Steigerung der Markenbekanntheit > Generieren Sie 2.000.000 Kontakte mit 10.000 Klicks in Ihrer Kernzielgruppe. Beispiele für passende KPIs sind Impressions und Klicks.  
  • Produktinteresse steigern > Generieren Sie in zwei Monaten 1.000 Informationsanfragen bei einem Budget von maximal 5.000 Euro. Beispiele für passende KPIs sind Conversions- / Informationsanfragen, Conversionsrate Klicks zu Anfrageconversion, Kosten pro Conversion / Cost per Lead.
  • Produktverkauf steigern > 500 Bestellungen mit einem Gesamtmindestumsatz von 20.000 Euro generieren, bei einem Gesamtbudget von 3.750 Euro. 

Beispiele für passende KPIs sind Klicks, Sales, Cost per Sales, Conversionrates, Umsatz oder Durchschnittsauftragswert. Negative Ziele helfen Ihnen, Ihre Kampagne zu bewerten. Wenn Sie zum Beispiel erkennen, dass die Anzahl der Warenkorbabbrüche bei dieser Kampagne hoch ist, muss die Ursache gefunden werden. 

Arten von Performance Marketing

Es müssen gewisse Online-Marketing-Aktivitäten gesetzt werden, um die gesetzten Online-Marketing-Ziele erreichen zu können. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Performance Marketing Kanäle: 

SEM

Suchmaschinenmarketing befasst sich mit allen Maßnahmen, wie man eine Website bestmöglich im organischen und bezahlten Bereich der SERP positioniert. SEM wird in 2 Teilbereiche untergliedert in die Suchmaschinenptimierung (SEO) und in die Suchmaschinenwerbung (SEA). 

Suchmaschinenoptimierung – SEO 

Search Engine Optimization befasst sich mit allen Maßnahmen, wie eine Website in der organischen SERP einer Suchmaschine möglichst weit oben gelistet wird. Ist die Website suchmaschinenfreundlich aufgebaut, erreicht man ein besseres Ranking und man wird demensprechend schneller von Usern gefunden. Geeignete Performance-Kennzahlen für SEO sind: Suchmaschinen Ranking, CTR (Click-Through Rate) oder die durchschnittliche Verweildauer auf der Website.  Wie SEO funktioniert, finden Sie in diesem Artikel heraus: SEO – Die 10 wichtigsten Tipps für Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenwerbung – SEA

Search Engine Advertising ist eine Methode, wie bezahlte Werbungen in der Suchmaschine geschaltet werden können. Es wird die Anzeige entweder über, neben oder unter den organischen Ergebnissen angezeigt. Wichtige Kennzahlen sind der CPC (Cost per Click), Umsatz pro Klick oder der Return on Advertising Spend (ROAS). Möchten Sie gerne die besten SEA-Tipps für Ihr Unternehmen wissen, dann lesen Sie sich gerne diesen Artikel durch: SEA – Die besten Tipps für Ihr Unternehmen!

Display Advertising

Das sind alle Arten von Online-Werbungen, bei denen grafische Werbeanzeigen auf Werbeflächen geschaltet werden. Hierbei sind wichtige Kennzahlen: Impressionen, Klicks und die CTR (click-through-rate). Wie Sie eine erfolgreiche Display Advertising Kampagne erstellen erfahren Sie hier: Erfolgreich Display Advertising Kampagnen erstellen

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing bietet ein der am wirkungsvollsten Instrumente im Online-Marketing an, um den Traffic zu erhöhen oder die Kundenbindung zu stärken. Es können beispielsweise E-Mails oder Newsletters versendet werden. Um zu sehen, wie effektiv eine E-Mail-Marketing-Kampagne ist, können Sie z.B. die Anzahl der Öffnungsraten und die Link-Klick-Rate ansehen. Sie wollen erfahren, wie Sie Ihre Willkommensmail, Marketing-E-Mail erstellen oder eine überzeugende E-Mail Betreffzeile verfassen, dann klicken Sie auf diesen Link: E-Mail-Marketing

Affiliate Marketing 

Bei Affiliate Marketing betreiben Affiliates (engl. Partner) auf ihrer Website Produkte oder Dienstleistungen von anderen Unternehmen und erhalten dafür eine Provision, wenn ein Nutzer über diesen Link eine Zielhandlung tätigt. Kennzahlen für Affiliate Marketing sind z.B. Anzahl der Klicks auf die Anzeige oder Anzahl der Verkäufe. Sie wollen erfahren, wie die Funktionsweise von Affiliate Marketing ist, dann erfahren Sie darüber mehr in diesem Artikel: Funktionsweise von Affiliate Marketing

Social Media Marketing

Social Media Marketing ist eine neue Möglichkeit für Unternehmen potenzielle Kunden anzusprechen. Mit dieser Methode können Unternehmen das Image verbessern, die Bekanntheit steigern oder bestehende und potenzielle Kunden mit den neusten Informationen auf dem Laufenden halten. Social Media Marketing bietet organische und bezahlte Möglichkeiten um das Unternehmen zu positionieren. Wichtige Kennzahlen sind beim Social Media Marketing: Reichweite, Impressionen, Likes, Kommentare und Shares. Sie interessieren sich noch mehr für Social Media Marketing, dann erfahren Sie in diesem Beitrag alles über dieses Thema: Was ist Social Media Marketing?

Controlling 

Um zu sehen, wie effektiv eine Marketingaktivität ist, ist es wichtig, dass Ganze zu messen und zu kontrollieren. Hierbei ist es essenziell, dass Sie nicht ausschließlich nach der Durchführung Ihre Kampagne messen, sondern währenddessen messen und kontrollieren. Auf diese Weise können Sie Ihre Kampagne optimieren. Bei SEO eignet sich Google Analytics und für SEA Google Ads

Sie können sehen: 

  • Wie viele Nutzerinnen und Nutzer waren auf Ihrer Website? 
  • Wie viele Seiten haben sich die Userinnen und User angesehen? 
  • Welche Produkte wurden z.B. in einem Onlineshop gekauft?
  • Welches Geschlecht haben die Kunden? 
  • Welche Interessen haben diese Menschen? 

Wenn Sie diese Daten nutzen und sich überlegen, welche Kunden interessiert was und warum, dann werden Sie ableiten können, wie Sie Ihre Verkaufsseite, Marke oder Botschaft anpassen sollen. Auf diese Weise können Sie Ihre Traumkundinnen und Traumkunden ansprechen.

Optimierung 

Hierbei soll die Frage gestellt werden, wie man die Performance-Marketing-Aktivität optimieren und verbessern kann. 

Diese Optimierungen können in diesen folgenden Schritten durchgeführt werden:

  1. Was ist die Strategie
  2. Was ist das Ziel
  3. Wer ist die Zielgruppe?
  4. Welche Werbemittel funktionieren gut und welche nicht? (Hierbei sollten außerdem die Werbemittel an die Zielgruppe angepasst werden.)
  5. Wie ist die Performance meiner Landingpage? Hierbei eignet sich z.B. die Webanalyse durchzuführen, um Heatmaps zu erkennen. Ein geeignetes Tool dafür ist z.B. Hotjar.

Vorteile und Nachteile von Performance Marketing 

Vorteile 

  • Kostenabrechnung auf Leistungsbasis – das bedeutet, ich weiß als Werbetreibende oder Werbetreibender, was ich für mein Geld bekomme.
  • Die Ergebnisse lassen sich detailliert messen und Sie können Rückschlüsse daraus ziehen und Ihre Marketing-Maßnahme optimieren. 
  • Eine große Anzahl an Optimierungsmöglichkeiten.

Nachteile 

  • Datenanalyse ist essenziell 
  • verursacht oftmals einen hohen Anteil an Ressourcen. (z.B. SEO)
  • Kontinuierliche Anpassungen der Kampagnen sind essenziell. 
  • Bei SEA, Display Advertising oder Social-Media-Anzeigen werde ich ausschließlich gesehen, wenn ich dafür bezahle.

Performance Marketing Strategie – 5-Schritte-Guide

1. Konkurrenz analysieren 

Als Erstes müssen Sie erkennen, WER sind Ihre Mitbewerber und Sie vergleichen das Angebot und die Positionierung von diesen mit der eigenen.  Sie können Ihren eigenen USP (Unique Selling Point) bestimmen. Hierbei sollte es wichtig sein, dass Sie sich nicht auschließlich mit dem Preis differenzieren, sondern weitere Vorteile gegenüber der Konkurrenz haben. Ein Tipp ist, dass Sie z.B. bei Sistrix oder Ahfresansehen, bei welchen Keywords Sie ranken und welche Konkurrenz außerdem zu diesen Keywords rankt. 

2. Ziele setzen 

Hierbei soll sich jedes Unternehmen überlegen, was es mit den Online-Maßnahmen erreichen möchte

Dies können z.B. Ziele sein: 

  • Neukundengewinnung (Leads)
  • Bekanntheit fördern
  • Image verbessern
  • Kundenbindung verbessern
  • Onlineshop-Verkäufe
  • Mitarbeitergewinnung

Hierbei ist es wichtig, dass die Ziele SMART definiert werden. 

Quelle: https://www.whitepress.com/userfiles/CMS/whitepress_de/smart.png

Ein Beispiel für ein SMART Ziel ist: Wir möchten bis zum Ende des Jahres den Umsatz in unserem Onlineshop um 10% steigern. 

3. Zielgruppe analysieren

Es soll überlegt werden, mit welcher Maßnahme, Sie welche Personen erreichen wollen. Es ist essenziell zu wissen, WER Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistung kauft und wie diese Person “tickt”. 

Nach diesen Kriterien können Sie Ihre Kunden segmentieren:

  1. Soziodemografie (Alter, Geschlecht, Familienstand, Haushaltsgröße, Erreichbarkeit, Familienlebenszyklus, Alter der Kinder, Ausbildung, Beruf, Einkommen)
  2. Psychografie (Einstellungen, Lifestyle, Interessen, Hobbys, Kaufmotive, Informationsnutzung, Wohngebiet)
  3. Kaufverhalten (Kaufhäufigkeit, Umsatz, Retouren, gekaufte Produktgruppen, Beschwerden, Affinitäten zu Produktgruppen, Änderungen im Kaufverhalten) 

4. Kanäle wählen 

Diese Entscheidung soll anhand der Daten über die Konkurrenz, eigenen Zielen und der Zielgruppe entsprechenden gewählt werden. Hier ist es empfehlenswert zu wissen, wie viel Budget und Zeit Sie zum Investieren haben. Ein Tipp für den Anfang ist es, einen Fokus auf eine kleine Anzahl von Kanälen zu setzen. 

Beispiel – Onlineshop

Sie wollen einen Onlineshop betreiben und stehen vor der Wahl, Performance-Marketing-Kanäle zu wählen, um Ihre Produkte zu verkaufen. 

SEA – Must Have 

Für einen Onlineshop ist es fast Pflicht, bezahlte Werbeanzeigen in der Suchmaschine zu schalten, damit die Produkte gefunden werden. Google Shopping Anzeigen sind wichtig, um in der Suchmaschine gefunden zu werden. Hat man ein Produkt, das nicht aktiv auf Google gesucht wird oder es eine Neuheit ist, dann ist SEA nicht empfehlenswert. Hier wäre es empfehlenswert, dass Sie z.B. Display Werbeanzeigen oder Social Media Anzeigen schalten.

SEO – Nice to Have 

In vielen Bereichen ist es für einen Onlineshop schwierig, organisch zu ranken. Es verursacht oftmals einen hohen Aufwand und oftmals ist der Nutzen nicht groß genug. Haben Sie z.B. im Fashionbereich Amazon, Zalando oder About You als Konkurrenz, dann haben Sie eine Konkurrenz, die viel mehr Ressourcen hat als Sie. Es ist schwierig, dass Sie diese schlagen können. Es gibt Nischen, wo Sie sich gut mit organischen Beitragen nachhaltig positionieren können, hierbei ist die Konkurrenzanalyse essenziell. 

Display Werbeanzeigen – Must Have

Display Ads sind empfehlenswert, damit eine Retargeting-Strategie eingesetzt werden kann. Das bedeutet, dass User, die sich gewisse Produkte angesehen haben und nicht gekauft haben, zurückholt werden. Dies kann mittels einer Remarketingkampagne umgesetzt werden, damit diese Personen im Idealfall kaufen. 

E-Mail Marketing – Must Have

Ist ein Marketinginstrument, das stark unterschätzt wird. Darum ist für eine langfristige Kundenbindung wichtig. Nutzt man die Kundendaten richtig und DSGVO-Konform, kann diese Marketingaktivität hoch profitabel sein. Als Unternehmen hat man direkten Zugang zu Kunden, auf diese Weise kann man gezielt Interessenten mit Angeboten ansprechen. Auf diese Weise kann man den Customer Lifetime Value erhöhen. 

Social Media Marketing – Must/Nice to Have

Organische Inhalte brauchen viel Durchhaltevermögen und Kreativität, um von den Kunden gesehen zu werden. Es ist auf vielen Kanälen schwierig, ohne Werbebudget überhaupt gesehen zu werden. Ein Unternehmen hat die Möglichkeit, Kanäle zu wählen, um eine Community aufzubauen. Bezahlte Werbungen auf Social Media können spannend sein für Themen mit wenig Suchvolumen auf Google. Weiters kann man auf den verschiedenen Social Media Kanälen über bezahlte Werbungen eine hohe Reichweite an potenziellen Kunden erreichen. Hier ist es essenziell, seine Zielgruppe zu kennen, um zu wissen, auf welchen Social Media Kanälen sie die meiste Zeit verbringen. In manchen Fällen ist Social Media irrelevant, dies kommt auf die Zielgruppe an. 

5. Umsetzungsplan 

Um den Plan effizient umsetzen zu können, ist es empfehlenswert, einen Reaktionsplan zu erstellen. In diesem geben Sie an, wer in welchem Zeitraum welche Marketingaktivitäten setzt und welches Budget zur Verfügung steht, z.B. im ersten Quartal erstellen wir SEA Werbeanzeigen und nutzen Display Anzeigen, um eine Remarketing-Strategie einzusetzen etc. Weiters müssen Sie wissen, ob Sie die Ressourcen haben, intern den Plan umzusetzen oder ob Sie einen externen Partner an Bord ziehen. 

Zukunft von Performance Marketing

Als Abschluss wollen wir uns mit der Zukunft von Performance Marketing befassen. Performance Marketing ist ein wesentlicher Bestandteil von modernem Marketing. In den kommenden Jahren wird es weiter an Bedeutung gewinnen, da Unternehmen stärker auf datenbasierte Entscheidungen setzen werden. Es gibt aber Herausforderungen, die das Wachstum der Performance Marketing behindern können. Dazu gehören die steigenden Kosten für Werbung, die zunehmende Konkurrenz und neue Änderung im Datenschutz. 

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Performance Marketing eine der effektivsten Methoden, um mit Kunden in Kontakt zu treten und zu überzeugen. In den kommenden Jahren wird es weiterhin an Bedeutung gewinnen und sich weiterentwickeln. Die folgenden Trends werden eine entscheidende Rolle spielen: 

1. Personalisierte Werbung

Die personalisierte Werbung ist einer der wichtigsten Trends im Performance Marketing. Durch die Verwendung von Cookies und anderen Technologien können Unternehmen mittlerweile bestimmen, welche Werbung für welchen Nutzer am relevantesten ist. Dies ermöglicht es ihnen, die Conversionrates zu erhöhen und mehr Umsatz zu generieren. Diese Technologie wird eine größere Challenge werden, da Browser-Anbieter wie zum Beispiel Google Chrome Cookies abschaffen. Stattdessen wird eine neue Technik verwendet bei der Kohorten von Menschen erstellt werden, die die gleichen Interessen haben. Eine Kohorte soll nicht kleiner als 5.000 Profile enthalten. Sprich der einzelne Mensch und sein Verhalten im Netz wird in der Masse „versteckt“ und Werbetreibende können weiterhin personalisierte Werbung ausspielen.

2. Programmatic Advertising 

Programmatic Advertising ist ein automatisierter Prozess, der es Unternehmen ermöglicht, ihre Werbung effektiver zu gestalten und auszuliefern. Durch die Verwendung von Algorithmen wird sichergestellt, dass die richtige Werbung an die richtigen Nutzer ausgeliefert wird. Unternehmen können somit ihre Kampagnen besser skalieren und mehr Umsatz generieren. 

3. Mobile Advertising 

Mobile Advertising ist ein weiterer wichtiger Trend im Performance Marketing. Mehr Menschen nutzen ihr Smartphone oder Tablet, um im Internet zu surfen und Informationen zu suchen. Unternehmen müssen ihre Werbekampagnen an diese Nutzer anpassen und auf mobile Geräte ausrichten. Sie können somit ihre Reichweite erhöhen und mehr Umsatz generieren.

Suchen Sie für Ihr Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter*innen mit Kompetenzen im Digital Marketing, dann erfahren Sie hier mehr unter: Neue Digital Business Mitarbeiter*innen finden. 

Häufig gestellte Fragen

Wie viel verdient man im Performance Marketing? 

Das durchschnittliche Performance Marketing-Gehalt in Österreich ist € 37.681 Brutto pro Jahr. Einstiegspositionen beginnen bei € 31.976 pro Jahr, während die meisten erfahrenen Mitarbeiter ein Gehalt von € 53.960 pro Jahr erhalten.

Warum ist Performance Marketing wichtig? 

Performance Marketing bietet Ihnen die Möglichkeit, datengestützte Entscheidungen zu treffen und Ihren Erfolg messbar zu machen. Sie können Ihre Kosten steuern, die Customer Journey Ihrer Zielgruppe verbessern, Ihren ROI steigern und generell effizienter arbeiten.

Was ist eine Conversion im Performance Marketing? 

Unter Conversion wird im Performance Marketing die Umwandlung eines Besuchers einer Webseite, eines Interessenten, zum Kunden oder zum registrierten Nutzer verstanden. Oder eine bestimmte digitale Aktion wie den Klick auf einen Banner meinen.

Was ist der Unterschied zwischen Kennzahlen und KPIs?

KPIs werden mit Kennzahlen verwechselt. Ein Key Performance Indicator ist  kein direkt messbarer Wert wie eine Kennzahl (z.B. Umsatz), sondern zeigt den Erfüllungsgrad bestimmter Zielsetzungen an. Für die Ermittlung von KPIs müssen zuerst messbare Ziele formuliert werden. 

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Autor*in dieses Beitrags

Alexander Feichtinger

Alexander Feichtinger

Student an der FH Steyr, Studiengang: Marketing und Electronic Business

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Zuletzt aktualisiert: 14.12.22

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